ANIKA I
ANIKA – Aufrüstung von Notrufsäulen zur V2I-Kommunikation an Autobahnen
Projekt ANIKA (Phase 1)
Kurzbeschreibung
ANIKA – Aufrüstung von Notrufsäulen zur V2I-Kommunikation an Autobahnen
Das Forschungsprojekt ANIKA (gestartet im Oktober 2014) legte den Grundstein für das digitale Verkehrsmanagement der Zukunft. Ziel war es, das bestehende, bundesweit einheitliche Netz aus rund 16.000 Autobahn-Notrufsäulen als innovative Schnittstelle für die Fahrzeug-zu-Infrastruktur-Kommunikation (V2I) nutzbar zu machen. Statt reiner Notrufe sollten die Säulen zu intelligenten Kommunikationsknotenpunkten aufgerüstet werden.
Kernziele & Innovation
-
- Infrastruktur-Recycling: Nutzung des bestehenden, dichten Fernmeldenetzes der Notrufsäulen (alle 2.000 Meter) für den modernen Datenaustausch im 5.9 GHz-Frequenzbereich.
- Zwei-Wege-Kommunikation: Erfassung lokaler Fahrzeugdaten (wie Vollbremsungen oder ESP-Aktivierungen) zur Stau- und Gefahrendetektion sowie das Zurücksenden von Warnungen an den fließenden Verkehr.
- Erhöhung der Sicherheit: Erste technische Spezifikationen zur frühzeitigen Identifikation von Falschfahrern und Gefahrenstellen direkt an Autobahnauf- und -abfahrten.
Projektpartner & Förderung
Gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt sowie die Investitionsbank Sachsen-Anhalt (mit EFRE-Mitteln der Europäischen Kommission).
- Konsortium Sachsen-Anhalt: Galileo-Testfeld Sachsen-Anhalt (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg), ifak system GmbH, Tonfunk Systementwicklung GmbH, Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF.
- Partner & Kooperationen: Kompetenznetzwerk ITS Niedersachsen (Schwesterprojekt), assoziierte Automobilpartner wie die Volkswagen AG sowie Vernetzung im nationalen SAT-NAV-Forum des BMVI.
- Testgebiet: Erste Testaufrüstungen an den zentralen Autobahnen A2, A14 und A9.

