GATEmobil

GATEmobil (Mobiles Galileo-Testfeld Sachsen-Anhalt)

Das Projekt GATEmobil (Mobiles Galileo-Testfeld Sachsen-Anhalt) ist eine zentrale Innovations- und Forschungsplattform für intelligente Verkehrssysteme (IVS). Geleitet wird die Initiative durch die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) in Kooperation mit dem Land Sachsen-Anhalt.
Kernfokus und Technologie
Das Hauptziel von GATEmobil ist die digitale Verknüpfung von Informationstechnologien mit dem modernen Personen- und Güterverkehr. Das Testfeld ermöglicht es, neuartige V2X-Kommunikationssysteme (Vehicle-to-Everything, d. h. die Vernetzung von Fahrzeugen untereinander sowie mit der Infrastruktur) praxisnah zu erproben. Grundlage hierfür ist das europäische Satellitennavigationssystem Galileo, dessen hochpräzise Ortungssignale für automatisierte und vernetzte Mobilität genutzt werden.
Infrastruktur und Testumgebungen
Die Forschung findet nicht nur am Computer statt, sondern erstreckt sich über flexible Labor- und reale Testumgebungen:
    • Laborbetrieb & Simulationsanlagen: Ein über 1.000 m² großes Entwicklungslabor an der Universität Magdeburg bietet fortschrittliche Mess- und Simulationswerkzeuge.
    • Urbane Testfelder: In Städten wie Magdeburg und Schönebeck sind Dutzende Spezialantennen montiert, um vernetzte Mobilität im täglichen Stadtverkehr zu untersuchen.
    • Praxisnahe Logistik: Auch Logistikprozesse, beispielsweise am Hanse-Terminal im Magdeburger Hafen, sind direkt in das Testnetzwerk integriert, um den Güterfluss intelligenter zu steuern.

Bedeutung für die Praxis
Durch das Zusammenspiel von Wissenschaft, Land und Industrie fungiert GATEmobil als bundesweit vernetztes Kompetenzzentrum. Es legt die technologische Basis für autonomes Fahren, optimierten ÖPNV und CO₂-reduzierte, digitale Logistikketten in ganz Mitteldeutschland.

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